Laufbahn

Laufbahn

Dr. Koloman Brenner stammt aus einer ungarndeutschen Familie in der Umgebung von Ödenburg (Sopron), deren Wurzeln weit zurückreichen. Er führt diese familiären Werte fort, die Fleiß, gesellschaftliche Verantwortung und den Erhalt kultureller Identität in den Mittelpunkt stellen.

Nach dem Abschluss an der József-Attila-Universität Szeged, wo er das Lehramt für Geschichte und Deutsch erwarb, arbeitete er zunächst als Hochschullehrer und später als Adjunkt. Bereits als Student wandte er sich der Sprachwissenschaft zu und verfasste seine Doktorarbeit über bairisch-österreichische deutsche Dialekte und deren Erscheinungsformen in Ungarn. Mehrere Bücher und wichtige Publikationen sind von ihm erschienen, darunter Deutsche Minderheit(en) und Institutionen (2018), Deutsche Phonetik (2006), Ungarndeutscher Sprachatlas (Südungarn) (2008) und Sehnlichst (2007).

Seit dem Jahr 2000 ist er am Germanistischen Institut der Loránd-Eötvös-Universität (ELTE) tätig. Zwischen 2014 und 2017 war er dort stellvertretender Institutsleiter; von 2011 bis 2015 übte er die Funktion des Vize-Dekan für strategische Angelegenheiten an der Philosophischen Fakultät aus. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Phonetik und Phonologie der deutschen Sprache, die deutsche und vergleichende Dialektologie sowie Minderheitensprachen und Mehrsprachigkeit. Neben seiner Arbeit in Ungarn war er Gastdozent und Gastforscher an mehreren deutschen und österreichischen Universitäten.

2018 übernahm er auf Einladung der Partei Jobbik – Jobbik Magyarországért Mozgalom ein Mandat als Abgeordneter im Ungarischen Parlament. Als Parlamentarier sieht er es als persönliche Mission an, den Schutz nationaler Minderheiten zu fördern und den bürgerlich-demokratischen Rechtsstaat zu stärken. Er wirkte aktiv in mehreren Ausschüssen mit, unter anderem im Gesetzgebungsausschuss, im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten sowie im Ausschuss für den nationalen Zusammenhalt.

Von 2020 bis 2022 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten des Ungarischen Parlaments, wobei er neben dem Schutz der bürgerlich-demokratischen Werte und der Minderheitenrechte besonderes Augenmerk auf die Belange der im Ausland lebenden Ungarn legte. Als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) befasst er sich international insbesondere mit dem Schutz nationaler Minderheiten und bildungspolitischen Fragestellungen.

Bildung, Kultur und Außenpolitik betrachtet er als zentrale Felder, in denen er zur Stabilität Ungarns, zu einem positiven internationalen Image und zur Pflege freundschaftlicher Beziehungen beitragen möchte. Als konservativer Politiker ist er überzeugt, dass das öffentliche Leben auf gemeinsamen Werten beruhen muss: der Achtung vor Traditionen, moralischer Konsequenz und dem Dienst am Menschen.